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coaching

DCP präventive Maßnahmen und Programm zum Schutz vor antisozialen Karrieren entweder durch Reduktion von Risikofaktoren für Kriminalität oder durch das Verbreiten von entwicklungsspezifischen empirischen Wissens über die normale / deviante Entwicklungsverläufe von der Kindheit bis in das Erwachsenenalter (Beelmann, 2012).

Beelmann stellt der Entwicklung von Präventionsprogrammen zwei Leitfragen voran:

  1. Welche theoretische Vorüberlegungen und empirisch gestützter Informationen sind vorhanden?
    1. Stand der empirischen Forschung muss systematisch gesichtet werden
    2. Methodische Stärke und Schwächen der Studien müssen analysiert werden
    3. Weitere Kriterien müssen von der Programmkommission berücksichtigt werden

      ein Präventionsansatz ist nur dann evidenzbasiert, wenn genügend Studien positive Befunde berichten (Effektstärke insgesamt größer Null) und methodische Einflüsse hinreichend kontrolliert wurden -> typischerweise, wenn die Effektivität mittels randomisiertem Experiment nachgewiesen wurde.

  2. Welche Umstände müssen gegeben sein, um eine präventive Maßnahme wissenschaftlich fundiert oder evidenzbasiert nennen zu können?

Modell zur Programmentwicklung

Rahmenmodell zur Programmentwicklung nach Beelmann (2012)

Universelle vs. gezielte Präventionsmaßnahmen

 

universelle vs. gezielte Präventionsmaßnahmen

Quellen:

Beelmann, A. (2012). The scientific foundation of prevention: The status quo and future challenges for developmental crime prevention. In T. Bliesener, A. Beelmann, & M. Stemmler (Hrsg.), Antisocial behavior and crime. Contributions of developmental and evaluation research to prevention and intervention (S. 137-164). Cambridge, MA: Hogrefe Publishing.